Wenn die Krise zum Alltag geworden ist đŸ€”

by kk

Wenn die Krise zum Alltag wird, bestimmen Sparmaßnahmen und Angst dein Leben. Innovationen? Fehlanzeige. Keine Weiterentwicklung mehr, weil du stĂ€ndig damit beschĂ€ftigt bist, dich auf die nĂ€chste Krise vorzubereiten. NatĂŒrlich wird die nĂ€chste Krise kommen – das ist ja fast wie ein Naturgesetz. Aber warum fĂŒhlt sich das alles so erdrĂŒckend an? Denk mal an die guten alten Zeiten: Was war damals anders? Warum hat es so viel mehr Spaß gemacht? Warum warst du selbst am Sonntag voller Elan und Freude bei der Arbeit? Auch ich habe mir diese Fragen gestellt, denn auch ich musste durch solche Phasen durch.

Verwirrende GefĂŒhle

Die letzte große Krise hat mir echt die Freude an dem genommen, was ich immer so gern und voller Elan gemacht habe. Aber wie heißt es so schön? Wenn sich eine TĂŒr schließt, öffnet sich eine andere. Man muss nur die Augen offen halten. Dass die Zeit einer Krise manchmal nicht endet, liegt oft daran, dass sie dich verĂ€ndert, dich herausfordert und dich zwingt, dich an etwas Neues anzupassen. Du gehst Wege, die du vorher nie gesehen hast. Eine Krise zu meistern ist ein echtes KunststĂŒck. Du steigerst den Wert und das Wissen deiner Firma und entwickelst dich enorm weiter. Du wirst sprichwörtlich unbesiegbar. Aufgeben? Das ist keine Option – zumindest, wenn du dich dafĂŒr entscheidest.

Der natĂŒrliche Lauf der Dinge

Das Leben ist nicht immer einfach, und ich stand auch schon öfter vor einem Berg Schulden, dessen Abzahlung mir schier unmöglich schien. Aber es ist doch genauso mit dem, was man erreichen kann – auch das kann man sich manchmal kaum vorstellen. 😅 Ich hatte in meinen ersten Jahren so wenig Geld, dass ich einen Brief fĂŒr eine Förderung nicht abschicken konnte, weil mir 10 Cent fehlten. Die hatte ich weder bei mir noch zu Hause. Das hat mich sehr erschĂŒttert. An solchen Punkten entscheidet man sich: FĂŒr diesen Weg oder einen anderen.

Wahrnehmung → Analyse → Lösung

Meine Lösung fĂŒr mein Problem war und ist immer die Klarheit. Ohne Klarheit verliere ich mich in Angst und liege nachts wach. Setz dich aktiv mit deinen Problemen auseinander! Verstehen, was gerade passiert, ist der erste Schritt zur Lösung. VerdrĂ€ngung schafft nur mehr Angst und fĂŒhrt zu Schlaflosigkeit und Panikattacken. Das ist kein erstrebenswertes Ziel. Stellst du dich deinen Ängsten mit Klarheit, lernst du schnell, wie du mit schwierigen Situationen umgehen musst. Du wirst immer besser und hebst dich von der breiten Masse ab. Kannst du abends nicht schlafen, weil deine Gedanken kreisen? Steh auf, setz dich an deinen Laptop, geh die Zahlen durch, die dich beschĂ€ftigen, und such nach neuen Optionen. Das bringt mehr Ruhe und Fortschritt als eine Nacht voller unruhigem Schlaf.

Klarheit im Nebel

Klarheit ist der SchlĂŒssel zum Erfolg. BeschĂ€ftige dich mit der Krise und deinen Problemen. Sobald du merkst, dass du ins GrĂŒbeln kommst oder Angst hast, nimm dir Zeit und schau dir das Thema genau an. Schau dir deine Einnahmen und Ausgaben an. Ich mache das mit einem detaillierten Ausgabenplan in Excel, wo alle Zahlen eingetragen werden. Prozentuale VerhĂ€ltnisse zeigen mir, wo ich gut liege und wo hohe Kosten entstehen. Bau dir deinen Jahresplan, der dir deinen Fokus und deine Ziele wieder klarer vor Augen fĂŒhrt. Auf alle FĂ€lle, mach jetzt was! Danach wird es dir gleich besser gehen. Schaue dir Statistiken deiner Werbung und VerkĂ€ufe an. Such nach EngpĂ€ssen oder Problemen, die du noch nicht gesehen hast. Eine kleine SWOT-Analyse kann auch helfen, um einen Überblick zu bekommen. Ein Notizbuch fĂŒr deine tĂ€glichen Gedanken ist ein starkes Mittel, um Klarheit zurĂŒckzuholen, PrioritĂ€ten festzulegen und ÜberflĂŒssiges zu erkennen. Der Weg ist das Ziel. Alles geht Schritt fĂŒr Schritt. Wiederhole solche Analysen regelmĂ€ĂŸig, um Klarheit zu bekommen.

Jahresplan Vorlage

Die zwei Gesichter einer Krise

Wenn die Krise nur noch in deinem Kopf existiert und nicht der RealitĂ€t entspricht, kann das zu einer selbsterfĂŒllenden Prophezeiung werden. Management und Mitarbeiter, getrieben von Angst und Sorge, ergreifen dann unangemessene Maßnahmen, die die tatsĂ€chlichen Probleme des Unternehmens nur verschlimmern. Oder man traut sich nicht mehr, Risiken einzugehen, die fĂŒr das Wachstum notwendig sind. Wer stehen bleibt, stirbt langsam. Klarheit hilft dir nicht nur in der Krise, sondern auch davor und danach, bessere Entscheidungen zu treffen. Du siehst, was dein Unternehmen aktuell braucht und wo die PrioritĂ€ten liegen mĂŒssen.

Um diese Situation zu Àndern, gibt es mehrere Schritte:

  1. Ehrliche Analyse der tatsĂ€chlichen GeschĂ€ftslage: FĂŒhre eine objektive Analyse durch, um festzustellen, ob es wirklich eine Krise gibt oder ob dies nur ein fĂ€lschlicher Eindruck ist. Eine neutrale Person oder eine Beratungsfirma kann helfen, eine objektive Sichtweise zu erhalten.
  2. Konzentration auf die StÀrken des Unternehmens: Konzentriere dich auf die StÀrken und möglichen Chancen, statt nur auf Probleme und Risiken. So kannst du Wachstumschancen nutzen.
  3. Klare Kommunikation: FĂŒhre klare und ehrliche Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden und GeschĂ€ftspartnern. Das baut Vertrauen und UnterstĂŒtzung auf. Transparenz hilft, Ängste und Unsicherheiten abzubauen.
  4. Fokussierung auf Lösungen: Konzentriere dich auf Lösungen statt nur auf Probleme. Entwickle einen Aktionsplan und setze klare Ziele, um das Unternehmen voranzubringen.
  5. Kontinuierliche ÜberprĂŒfung: ÜberprĂŒfe regelmĂ€ĂŸig den Fortschritt und passe deine Strategie an. So bleibt das Unternehmen auf Kurs.

Das Positive an einer Krise

Warum hat eine Krise zwei Gesichter? Weil du niemals mehr lernst als von einer Krise. Problemlösung macht dich stĂ€rker, erfahrener und selbstsicherer. In schweren Zeiten wĂ€chst du ĂŒber dich hinaus und findest LösungsansĂ€tze, die du sonst nie in Betracht gezogen hĂ€ttest. Alte, weise Menschen sind gelassen, weil sie viele Krisen durchlebt haben. Probleme und Krisen gehören zum Leben und machen dich stĂ€rker.

Angst bewÀltigen

Schlucke deine Angst oder deine negativen Gedanken nicht runter. Akzeptiere sie als das, was sie sind: Dein FrĂŒhwarnsystem. Es ist natĂŒrlich, dass dein Körper dich vor Gefahr warnen möchte. Lass die Gedanken zu und sage dir: „Ich habe dich registriert, aber jetzt schiebe ich dich beiseite, um konzentriert zu sein und etwas tun zu können.“

Trau dich, darĂŒber zu reden! Überwinde deinen Stolz und rede ĂŒber deine Krise und deine Probleme. Mit vertrauten Personen und GeschĂ€ftspartnern. Bitte um Hilfe! Du wirst nicht glauben, was möglich ist. Und du wirst merken, wer wirklich ein guter Freund oder GeschĂ€ftspartner ist. Sei kein Sklave deines Egos, das dich davon abhĂ€lt, andere um Hilfe zu bitten. Es gehört so viel Mut dazu, ehrlich ĂŒber seine Probleme zu reden, und das wird von vielen Menschen als extreme StĂ€rke empfunden, weil es genau das ist.

Selbst-Test: Krisen meistern!

Kontroll- und Hilfe-PDF zum selber AusfĂŒllen hier downloaden:

In dem PDF „DER KRISENCHECK“ findest du Arbeitspapiere, um Krisen zu meistern. Mit dieser Hilfe fĂŒllst du einen ausfĂŒhrlichen Fragebogen aus und erstellst selber eine Auswertung. Das PDF enthĂ€lt auch eine ausfĂŒhrliche Hilfestellung, um Probleme und Problembereiche zu erkennen, eine Ursachenanalyse zu erstellen, eine KrisenprĂ€vention zu planen und eine Krisenstrategie zu entwickeln.

Nach der Krise ist vor der Krise

Auch wenn die Krise da ist, ist es nicht Ă€hnlich wie mit einem Problem? Probleme, groß und klein, löst du jeden Tag, ob privat oder beruflich. Kleine Probleme sind im Grunde nichts anderes als große Probleme oder Krisen. Nur deine Angst oder deine Reaktion gibt ihnen eine andere Bedeutung. Das heißt nicht, dass du sie verleugnen sollst, sondern dass du mit demselben Selbstbewusstsein und Ruhe rangehen sollst wie bei scheinbaren Kleinigkeiten.

Damit du vorbereitet bist, eine Krise besser frĂŒh zu erkennen und zu unterscheiden.

Arten von Unternehmerkrisen

  1. Überlastung: Vom kreativen Überflieger zum Chaos. GrĂŒnde sind Überlastung und Belastung, fehlende Unterscheidung von wichtigen und unwichtigen Sachverhalten, keine Organisations- und FĂŒhrungsstrukturen.
    • Typische Aussagen: „Was soll ich als Erstes machen? Wer ist denn dafĂŒr zustĂ€ndig? Ich hab keine Lust mehr!“
    • Diese Merkmale treten oft nach extremem Wachstum oder steigendem Erfolg auf. Deine Organisation muss aufgebaut, Regeln eingefĂŒhrt und Prozesse festgelegt werden. Es kann jedoch zahlreiche andere GrĂŒnde geben.
  2. Kontrollverlust: Von Autonomie zur internen Konkurrenz. GrĂŒnde sind keine BerĂŒcksichtigung des gesamten Unternehmens, Bereiche und Abteilungen konkurrieren um Ressourcen, fehlende Steuerungsinstrumente zur Koordinierung.
    • Typische Aussagen: „Mein Bereich!“, „Die Anderen!“, „Sind die Oben verantwortlich.“
    • Dies passiert oft nach einem schnellen RĂŒckgang des Wachstums binnen weniger Jahre. Unternehmen geraten in eine Stagnation. GrĂŒnde können auch das Ausufern der Organisation sein, um eine grĂ¶ĂŸere Kundenbasis bewĂ€ltigen zu können. Oder das Management ist zu weit vom Kunden entfernt.
  3. BĂŒrokratisierung: Von der Abstimmungskultur zur BĂŒrokratie. GrĂŒnde sind hoher bĂŒrokratischer Aufwand und langsame Prozesse durch Abstimmungsarbeiten. Verzögerung der ReaktionsfĂ€higkeit des Unternehmens auf MarktverĂ€nderungen. Lange Informationswege zwischen Markt und KundenwĂŒnschen. Zerstörung von individuellem Engagement durch BĂŒrokratie und Machtspielchen.
    • Typische Aussagen: „Das ist schon die dritte Version! Wie viele Unterschriften benötigen wir? Wir mĂŒssen warten, bis die Unterlagen vom XY freigegeben sind.“
    • Dies trifft typischerweise etablierte MarktfĂŒhrer, durch die gewachsene ĂŒberbordende KomplexitĂ€t. Entscheidungen dauern zu lange und niemand ist fĂŒr das große Ganze zustĂ€ndig.

Oft ist deine Mission oder dein Ziel abhandengekommen, was dein Unternehmen im Kern zusammengehalten hat und deinen Fokus aufrecht gehalten hat. Dein Wachstum geht rasant auf null zurĂŒck, die Finanzen erodieren und du scheinst die Kontrolle verloren zu haben. Dein Unternehmen hat verlernt, agil und innovativ zu sein.

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